Der erste Frost hatte dafür gesorgt, dass das Laub von den Bäumen geworfen worden war. Das war ein guter Zeitpunkt für die alljährliche Laubharkaktion auf der Anlage des TC Hambühren. Dreizehn arbeitswillige Tennisspieler waren dem Aufruf des 1. Vorsitzenden gefolgt und hatten ihr Racket gegen eine Gartenharke eingetauscht, um dem Laub zu Leibe zu rücken. Gegen die herrschenden Minustemperaturen war man gut geschützt mit warmer Kleidung, Pudelmützen und Handschuhen - einige sollen sogar ihre langen Unterhosen hervorgeholt haben. Der Frost hatte eine gute und eine beschwerliche Seite: Um sich warm zu halten, wurde flott gearbeitet, andererseits waren die halb angefrorenen Blätter nur schwer vom Boden zu lösen. Das Laubentfernen war nur eine der Arbeiten, die noch zu erledigen waren. Kurt warf seine Motorsäge an, um einige der nah am Zaun stehenden Bäume und Sträucher zu kappen, Klaus nahm sich des Grills an und Walter deckte die Wetterseite des Vorbaus mit Planen ab - es gab genug zu tun! Während zwölf Männer sich um die Außenanlagen kümmerten, hatte Manfred als Belohnung ein der Jahreszeit entsprechendes Mahl zubereitet: Es gab Grünkohl mit Bregenwurst, eine Delikatesse bei diesen Temperaturen. Alle waren sich zum Schluss einig: Es hat Spaß gemacht und hat die Vereinsanlage in einen Zustand versetzt, der Wilfried zu der Bemerkung veranlasste:" Das sieht hier ja aus wie in den Herrenhäuser Gärten."

Text : Wilfried Rosendorf